Mentorenprogramm

Wer in einen Toastmastersclub eintritt, der hat zu Beginn tausende Fragen. Wie bereite ich meine Reden vor? Welche Ämter kann ich übernehmen? Wie funktioniert das Intranet EasySpeak?
Jeder der schon etwas länger im Club ist, kann natürlich darüber Auskunft geben. Aber der erste Ansprechpartner ist der eigene Mentor. Mit ihm bespricht man nicht nur seine ersten Redeprojekte und Ämter, sondern auch die Ziele, die man sich vorgenommen hat.

Mentorenkoordinatorin: Ramona Mietzschke

Ramona_Mietzschke

Damit jedes neue Mitglied seinen passenden Mentor findet, haben wir bei den Adlershof-Toastmasters eine Mentorenkoordinatorin: Ramona Mietzschke. Sie hat den Überblick, welches erfahrene Mitglied momentan überhaupt zur Verfügung steht und wen das neue Mitglied (Mentee) gerne als Mentor haben möchte. Ramona hat außerdem einen konkreten Adlershof-TM Metoringleitfaden (PDF, ca. 390KB) geschrieben. Sie fragt aber auch selbst nach, ob alles in Ordnung ist oder ob weitere Unterstützung gewünscht wird.

Voraussetzungen eines Mentors

Um an dem Mentorenprogramm teilzunehmen, muss der zukünftige Mentor mindestens sechs Reden gehalten haben oder seit mindestens einem Jahr Mitglied im Club sein. Er kennt das Toastmasters Ausbildungsprogramm und die Clubstandards. Als Mentor ist es wichtig seinem Mentee ein konstruktives Feedback geben zu können und Fähigkeiten wie flexibel, geduldig, respektvoll und interessiert mitzubringen. Er muss nicht alles über gute Reden wissen, denn oftmals hilft es dem Mentee einfach „nur“ zuzuhören, damit er sich über das aktuelle Projekt klar wird. Jeder Mentor stand einmal vor ähnlichen Situationen und hat Verständnis für seinen Mentee, wenn etwas mal nicht so gut lief. Er steht dem Mentee unterstützend und ihm Mut machend zur Seite.

Ziele des Programms

Der Mentee hat gleich nach der Aufnahme im Club seinen ganz persönlichen Ansprechpartner und ist damit schneller in der Gruppe integriert. Jeder entscheidet selbst, wie viel und welche Art der Unterstützung er/sie zur Erreichung der Ziele braucht. So kann z.B. Lampenfieber schneller überwunden und Selbstvertrauen gestärkt werden.

Der Mentor begleitet und bietet Unterstützung an. Er nimmt aktiv an der Entwicklung des Mentees teil, hält sich aber im Hintergrund. Hierbei kann der Mentor selbst die Eigenschaften und Fähigkeiten als Führungskraft weiter entwickeln und lernen, sensibel auf den Mentee einzugehen.

Für unseren gesamten Club ist es wichtig, dass die Reden, aber auch die Ausübung der Ämter in der hohen Qualität bestehen bleibt und somit der Spaß und die aktive Mitarbeit bei allen Mitgliedern gefördert werden kann.
Gender-Hinweis
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Unsere Mentoring-Paare

Hier stellen wir einige unserer Mentoring-Paare vor:

Schifra_Robert

Schifra Marina Wittkopp.: Mentorin, Mitglied bei TM seit April 2002, Gründerin der Adlershof-Toastmasters (September 2008)
Robert Brunner: Mentee, Mitglied seit Mai 2015

Fragen an Mentorin Schifra:

Warum bist du bei den Adlershof-Toastmasters Mentorin geworden?

Ich habe enorm vom Toastmasters-Programm profitiert. Als Mentorin gebe ich weiter, was ich gelernt habe und unterstütze die Organisation bei der Ausbildung neuer Mitglieder.

Wenn man ein neues Mitglied dabei unterstützt, z. B. eine gute Rede zu schreiben oder das Publikum zu begeistern, muss man selbst nochmals ganz anders darüber nachdenken. Und durch diesen Reflexionsprozess entwickelt man sich selbst wieder ein Stück weiter.

Wie sieht deine Unterstützung des neuen Mitglieds aus?

In einem ersten Gespräch lote ich aus, was die Ziele sind, die das Mitglied erreichen will bzw. warum er/sie bei den Adlershof-Toastmasters eingetreten ist. Danach weiß ich genauer, welche Unterstützung das neue Mitglied braucht.

Ich unterstütze ein neues Mitglied bei der Vorbereitung eines Vortrags oder einer Rede, bei der Vorbereitung auf die verschiedenen Ämter während eines Toastmasters-Treffens und wie man das Toastmasters-Ausbildungsprogramm nutzen kann, um seine/ihre Ziele zu erreichen.

Sehr gerne bereite ich auch Mitglieder auf Redewettbewerbe vor.

Was bringt dir die Mentoring-Beziehung?

Eine gut funktionierende Mentoring-Beziehung macht mich glücklich! Ich freue mich über die kleinen Schritte wie über die großen Fortschritte, die ich sehen und miterleben kann. Beispielsweise hat einer meiner Mentees 2009 den 1. Platz in der Rhetorik-Europameisterschaft in der Disziplin der ‚Internationalen Rede‘ in deutscher Sprache gewonnen. Und ein anderer Mentee ist heute bereits selbst DTM (Distinguished Toastmaster = höchster Ausbildungsgrad, den man bei Toastmasters erreichen kann).

Würdest du wieder Mentorin sein wollen?

Ich bin gerne Mentorin. Ich habe bisher 17 Mentees betreut und werde auch zukünftig als Mentorin zur Verfügung stehen.

Ich halte regelmäßig Ausbildungsreden und Workshops über Mentoring und bereite andere Mentor*innen auf ihre Rolle vor.

Ich bin von dem Mentoring-Konzept absolut überzeugt!

Fragen an Mentee Robert:

Warum bist du bei den Adlershof-Toastmasters?

Ich bin aus purem Spaß bei den Toastmasters. In diesem familiären Kreis einen anstrengenden Arbeitstag ausklingen zu lassen ist eine sehr angenehmen Art, Hektik und Stress hinter sich zu lassen.

Was macht Schifra als Mentorin so wertvoll?

Schifra ist sehr erfahren. Sie leitet eine eigene Redepraxis, ist bereits DTM, und hat beim Aufbau vieler Toastmasters-Clubs mitgewirkt. Zudem ist sie humorvoll und hilfsbereit.

Welchen Erfolg verdankst du deiner Mentorin?

Den dritten Platz beim Redewettbewerb der humorvollen Reden.

Welches Feedback hat dir besonders geholfen?

Mir hilft jedes Feedback, welches mir Schifra gibt, denn ich bin noch sehr frisch bei den Toastmasters.

 

 

Mentoring_Ralf_Antje

Ralf B.: Mentor, Mitglied seit Juli 2007
Antje Bellon: Mentee, Mitglied seit November 2014

Fragen an Mentor Ralf:

Warum bist du bei den Adlershof-Toastmasters Mentor geworden?

In meiner Anfangszeit bei den Adlershof-Toastmasters habe ich selbst als Mentee sehr viel von verschiedenen Mentoren lernen können. Mittlerweile habe ich viele Jahre Toastmasters-Erfahrungen sammeln können und möchte das Erlernte als Mentor weitergeben. So funktioniert das Toastmaster-Konzept der gegenseitigen Unterstützung einfach super.

Wie sieht deine Unterstützung des neuen Mitglieds aus?

Gerade in den ersten Wochen der Mitgliedschaft haben unsere neuen Clubmitglieder sehr viele Fragen. Neben vielen organisatorischen Hinweisen ist es meist auch sehr wichtig, dem Mentee Mut für die neuen Herausforderungen zu machen. Viele meiner Mentees waren ganz überrascht, dass sie schon direkt nach dem Clubeintritt ihre erste Rede (Eisbrecherrede) halten können. Mit Mentoren-Unterstützung war dies immer erfolgreich und ein toller Start ins Clubleben.

Was bringt dir die Mentoring-Beziehung?

Durch das Mentoringprogramm habe ich viele Clubmitglieder recht schnell kennengelernt. Es ist einfach toll, wie ich dadurch immer wieder neue Kontakte knüpfen kann. Mein persönliches Netzwerk wäre ohne Toastmasters vermutlich nicht mal halb so groß und vor allem nicht so vielseitig.

Fragen an Mentee Antje:

Warum bist du bei den Adlershof-Toastmasters?

Um mit weniger Aufregung Vorträge zu halten und meine Meinung sicherer zu vertreten.

Was macht Ralf als Mentor so wertvoll?

Ralf hält sich im Hintergrund, lässt mich machen, fragt nur manchmal, ob ich Hilfe brauche. Wenn ich ihn frage, ist er sofort mit praktischen Tipps zur Stelle.

Welchen Erfolg verdankst du deinem Mentor?

Den Mut, mich zu jeder neuen Rede anzumelden.

Welches Feedback hat dir besonders geholfen?

Langsamer zu reden und Pausen zu machen, erleichtert nicht nur das Zuhören, sondern hat mich selbst beruhigt und den Stress raus genommen.

Kannst du dir vorstellen, selbst irgendwann Mentorin zu sein?

Ja natürlich. Jedoch möchte ich bis dahin noch einige Erfahrungen sammeln und weitere Reden halten.

 

 

 

Romy und Ramona

Ramona Mietzschke: Mentorin, Mitglied seit November 2010
Romy Rolletschke: Mentee, Mitglied seit März 2014

Fragen an Mentorin Ramona:

Warum bist du bei den Adlershof-Toastmasters Mentorin geworden?

Ich finde Mentoring grundsätzlich sinnvoll und unterstütze das auch in anderen Bereichen. In meiner Schulzeit und auch später im Berufsleben halfen mir meine Mentoren, einige Herausforderungen anzugehen und umzusetzen. Dafür bin ich heute noch sehr dankbar und möchte das gerne an die Gesellschaft zurückgeben, auch bei Toastmasters.

Wie sieht deine Unterstützung des neuen Mitglieds aus?

Nachdem Romy und ich uns besser kennenlernten, fanden wir heraus, wie und womit ich unterstützen kann. Wir treffen uns je nach Bedarf mal im Park oder auf einen Kaffee, um Redethemen zu besprechen, Bewertungen vorzubereiten oder organisatorische Abläufe zu klären. Mir ist wichtig, dass sie den Raum und die Zeit hat, sich in ihrem Tempo rhetorisch weiterzuentwickeln und sich in unseren Club einzubringen. Ab und zu frage ich  nach, wie es mit dem aktuellen Redeprojekt steht und was sie als nächstes plant. Neben unseren persönlichen Treffen nutzen wir auch die modernen Kommunikationswege um Redeentwürfe zu besprechen.

Was bringt dir die Mentoring-Beziehung?

Viel Freue und Spaß zu sehen, wie Romy sich von ihrer anfänglichen Redeangst Stück für Stück löst, weiter macht und daran wächst. Außerdem kann ich auch von ihr lernen. Bei unseren Treffen sprechen wir oft Englisch, das hilft mir, meine Sprachkenntnisse aufzufrischen. Und wir teilen eine Menge Gedanken, Ideen, Anregungen zu Themen außerhalb von Toastmasters, die uns beide beschäftigen.

Würdest du wieder Mentorin sein wollen?

Ja, und ich kann auch jedem anderen empfehlen, diese Art der Unterstützung auszuprobieren.

Fragen an Mentee Romy:

Warum bist du bei den Adlershof-Toastmasters?

Ich brauchte Hilfe. Aus irgendeinem Grund hatte ich in letzter Zeit Schwierigkeiten vor Publikum zu sprechen. Nicht nur Lampenfieber. Es war schlimmer. Das hat mich in vielen Situationen gehemmt, vor allem im Beruf. Das war früher nie so und das Gefühl der Leichtigkeit wollte ich wieder haben, denn ich liebe es, mich mitzuteilen. Jetzt fällt es mir schon so viel leichter. Es macht mir mittlerweile richtig Spaß, Reden zu halten. Mein nächstes Ziel ist, eine tolle authentische Rednerin zu werden, die ihr Publikum in ihren Bann zieht.

Was macht Ramona als Mentorin so wertvoll?

Ramona ist einzigartig. Ich ziehe meinen Hut vor dieser Frau. Sie ist wie für mich gemacht als Mentorin, da sie sich mit meiner Thematik auskennt. Sie ist einfühlsam, motivierend, witzig, ermutigend, sie stellt die richtigen Fragen, erinnert, hat viel Lebenserfahrung, innere Ruhe, ist als Person sehr interessant. Ohne sie wäre ich nicht dort, wo ich jetzt bin. Ich kann wieder vor Publikum sprechen und habe dabei noch einen wunderbaren Menschen kennengelernt.

Inwiefern hat dir deine Mentorin geholfen?

Mit aufbauenden Worten, Verständnis, Anerkennung, Wertschätzung und Lob. Ramona hat an mich geglaubt. Und ich konnte gut mit ihr reden über meine Herausforderung. Genau das brauchte ich am Anfang. Und jetzt auch noch. Aber jetzt bin ich viel kritikfähiger als am Anfang. Dank ihr. Außerdem hat sie auch immer tolle Ideen & Tipps, um meine Reden noch interessanter zu gestalten. Sie weiß, was sie tut.

Welchen Erfolg verdankst du deiner Mentorin?

Dass ich mich überwunden habe, meine erste Rede zu halten und vor allem, dass ich dran bleibe.

Welches Feedback hat dir besonders geholfen?

Positives Feedback zu meinen Reden. Sie hat mir die Unterschiede zwischen Fremd- und Eigenwahrnehmung gezeigt.

Kannst du dir vorstellen, selbst irgendwann Mentorin zu sein?

Ja. Unbedingt. Insbesondere für Menschen mit extremer Redeangst und Schüchternheit.